Für dich
Hallo, ich bin Lumi
Ich wohne in der Praxis und kenne mich hier aus. Wenn du willst, zeige ich dir, was bei uns passiert. Dann weißt du vorher Bescheid – und musst dich über nichts wundern.
Wenn du zu uns kommst
An der Anmeldung
Hier sagt ihr Bescheid, dass ihr da seid. Du darfst die Karte selbst über den Tresen schieben, wenn du magst.
Im Wartezimmer
Manchmal geht es schnell, manchmal dauert es. Es gibt Bücher und Sachen zum Spielen. Wenn du krank bist, wartest du in einem anderen Raum als die Kinder, die nur zur Untersuchung kommen.
Im Sprechzimmer
Wir sagen dir vorher, was wir machen. Du darfst auf dem Schoß von Mama oder Papa bleiben, wenn dir das lieber ist.
Du darfst jederzeit sagen, wenn du eine Pause brauchst. Wir hören dann auf und machen weiter, wenn du so weit bist.
Lumi geht zur Untersuchung
Einmal im Jahr oder alle paar Jahre kommst du zu uns, obwohl du gar nicht krank bist. Das heißt Vorsorgeuntersuchung – oder kurz: eine U. Wir schauen dann, ob alles gut wächst und funktioniert. Ich zeige dir, was dabei fast immer vorkommt.
Das gelbe Heft
Mama oder Papa geben ein gelbes Heft ab. Da schreiben wir hinein, was wir heute gemacht haben.
Wie groß bist du?
Du stellst dich gerade an ein Brett, Fersen an die Wand. Oben kommt ein Balken auf deinen Kopf. Das kitzelt höchstens.
Wie schwer bist du?
Du stellst dich auf die Waage und stehst kurz still. Bei kleinen Kindern geht es im Liegen.
Was siehst du?
Ein Auge wird zugehalten, mit dem anderen schaust du auf Bilder – ein Haus, ein Auto, einen Stern. Dann wird gewechselt.
Was hörst du?
Du bekommst Kopfhörer auf. Immer wenn du einen Ton hörst, hebst du die Hand. Manche Töne sind ganz leise.
Abhören und Bauch
Wir hören Herz und Lunge ab und tasten deinen Bauch. Das Rundding ist am Anfang kalt, sonst spürst du nichts.
Ohren und Mund
Mit einer kleinen Lampe schauen wir in deine Ohren und in deinen Mund. Du machst „Aaaa“ – das war es schon.
Zeigen, was du kannst
Wir fragen, was du schon alles kannst: hüpfen, malen, sprechen, einen Turm bauen. Das ist kein Test, den man verlieren kann.
Am Ende reden wir mit deinen Eltern darüber, was gut läuft und ob etwas auffällt. Und wenn eine Impfung dran ist, kommt sie ganz zum Schluss – nicht am Anfang, damit alles davor entspannt bleibt.
Bei jeder U ist es ein bisschen anders, weil ein Baby andere Sachen kann als ein Schulkind. Aber messen, wiegen und abhören kommt eigentlich immer vor.
Was wir machen
Abhören
Wir legen ein rundes Ding auf deinen Rücken und deine Brust. Damit hören wir, wie deine Lunge und dein Herz arbeiten.
Wenn du magst, hören wir vorher dein Kuscheltier ab. Dann siehst du, was passiert.
Das musst du wissen: Am Anfang ist es kalt. Sonst spürst du nichts. Du sollst tief ein- und ausatmen – wie beim Pusten von Kerzen, nur langsamer.
Pusten
Du sitzt in einem kleinen Häuschen aus Glas. Die Tür geht zu, aber wir sehen dich die ganze Zeit und reden mit dir. Du bekommst eine Klammer auf die Nase und atmest durch ein Rohr.
Das musst du wissen: Es tut nichts weh. Die Nasenklammer fühlt sich komisch an. Das Ganze dauert etwa so lange wie eine Folge deiner Lieblingsserie – ungefähr zwanzig Minuten.
Wenn das Pusten auf Kommando nicht klappt, üben wir es mit Seifenblasen oder einem Windrad. Das ist einfacher – und macht mehr Spaß.
Allergietest auf dem Arm
Wir machen kleine Tropfen auf deinen Unterarm und ritzen ganz leicht durch jeden Tropfen. Dann warten wir eine Viertelstunde und schauen, ob etwas rot wird.
Das musst du wissen: Das ist keine Spritze. Es kratzt kurz. Wenn etwas rot wird, juckt es ein bisschen – dann bekommst du etwas dagegen.
Inhalieren
Manche Kinder bekommen ein Spray für die Lunge. Damit es wirkt, muss es tief hineinkommen – dafür gibt es eine durchsichtige Kammer mit einer Maske vorne dran.
Das musst du wissen: Du atmest einfach ganz normal weiter, während die Maske vor Mund und Nase liegt. Sechs bis zehn Atemzüge, dann ist es geschafft. Wir üben das gemeinsam, bis du es allein kannst.
Der Pieks
Beim Impfen bekommst du eine Spritze in den Oberarm oder in den Oberschenkel.
Das musst du wissen: Es piekst kurz – ungefähr wie ein Mückenstich. Danach ist es vorbei. Manchmal tut die Stelle am nächsten Tag noch ein bisschen weh, so wie ein blauer Fleck. Ich sage dir nicht, dass es nicht weh tut. Ich sage dir, dass es schnell geht.
Was hilft: tief ausatmen, wegschauen, jemandes Hand drücken. Und danach gibt es ein Pflaster.
Danach
Wenn alles vorbei ist, hast du etwas geschafft. Egal ob du dabei geweint hast oder nicht.
Das musst du wissen: Tapfer heißt nicht, dass man keine Angst hat. Tapfer heißt, dass man es trotzdem macht.
Du darfst weinen. Das ist völlig in Ordnung und wir finden das nicht schlimm. Tapfer sein heißt nicht, dass man nichts fühlen darf.
Nimm dein Kuscheltier mit. Es darf überall dabei sein – sogar im Glashäuschen.
Du darfst fragen
Zum Ausmalen
Ich habe noch keine Farbe. Du kannst mir welche geben – druck mich aus und mal mich an, wie du möchtest. Blau und Rot müssen es nicht sein.
Wenn du magst, bring dein Bild beim nächsten Mal mit. Wir hängen es auf.
Kurz an die Eltern
Diese Seite ist bewusst ehrlich formuliert. Kinder halten das Wissen, dass ein Pieks kurz weh tut, gut aus – was sie nicht aushalten, ist die Erfahrung, dass man ihnen etwas anderes gesagt hat. Wenn Sie Ihr Kind vorbereiten möchten, lesen Sie diese Seite gern gemeinsam durch.
Alles Fachliche zu den Untersuchungen finden Sie auf den Seiten Lungenfunktion, Allergietest und Erster Termin.